Zwanzig Minuten, eine Pfanne, und trotzdem nichts, was nach Resteessen schmeckt. Der Trick ist, die Pfanne heißer zu machen, als man sich traut.
Zucchini hat einen schlechten Ruf, weil sie meistens matschig auf dem Teller landet. Der Grund ist fast immer derselbe: zu volle Pfanne, zu niedrige Hitze. Das Gemüse dünstet im eigenen Wasser, statt zu braten, und wird weich statt kross.
Die Lösung ist unbequem, aber einfach: Die Pfanne muss heißer sein, als sich richtig anfühlt, und die Scheiben dürfen sich nicht berühren. Der Rest — Zitrone, Minze, ein bisschen Chili — ist nur die Ergänzung zu etwas, das schon für sich allein funktioniert.
Als Beilage für 2–4 Personen, oder als Hauptgericht mit Brot für 2.
Zucchini in 1 cm dicke Scheiben schneiden, auf Küchenpapier ausbreiten, leicht salzen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach trocken tupfen.
Eine große, am besten gusseiserne Pfanne ohne Öl stark erhitzen, bis leichter Rauch aufsteigt.
Das fühlt sich zu heiß an. Genau da soll sie sein.
Zucchini in Chargen einlegen, ohne dass sich die Scheiben berühren. 2 Minuten unbewegt braten, bis sich eine dunkle Kruste bildet, dann erst wenden.
Wenn beide Seiten Farbe haben, Olivenöl, gehackten Knoblauch und Chiliflocken dazugeben, 30 Sekunden mitbraten, bis der Knoblauch duftet.
Vom Herd nehmen, mit Zitronensaft, Zitronenabrieb und grob gehackter Minze durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wenn nach dem Braten Wasser in der Pfanne steht, war entweder die Pfanne zu voll oder die Zucchini nicht trocken genug abgetupft.